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Der BUND setzt sich für den Erhalt von Streuobstwiesen ein...

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten das Landschaftsbild unseres Landkreises. Obst läßt sich heute aber in Intensiv-Kulturen mit einem hohen Einsatz von Pestiziden und Maschinen billiger herstellen. Sogenannte moderne Hybrid-Obstsorten entsprechen einer Marktordnung, die das Aussehen der Früchte über den tatsächlichen Inhalt stellt, vielmehr, als die gesunden Früchte aus dem extensiven Streuobstbau. Weil alte Obstanlagen unwirtschaftlich sind, wurden viele der ökologisch wertvollen Streuobstwiesen gerodet. Vor allem die hochstämmigen Obstbäume sind aus diversen Gründen äußerst bedeutend: Sie beherbergen einen großen Tier- und Pflanzenreichtum, schützen das Wasser und verbessern das Klima, stellen ein wertvolles Genpotential dar, sind aus kulturhistorischer und ästhetischer Sicht erhaltenswert und verdeutlichen wie kaum eine andere Kulturart ökologische Zusammenhänge und tragen zur Lebensqualität bei.

Mit dem Ende der Bewirtschaftung von Streuobstwiesen verschwinden aus unseren Gärten und Wiesen viele alte, zum Teil nicht bekannte lokale und regionale Obstsorten. Damit geht auch ein Kulturerbe unserer Region verloren.

Die BUND-Kreisgruppe Kusel pflegt selbst mehrere Streuobstwiesen im Landkreis und sensibilisiert die Bevölkerung für den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen. Auch auf naturbelassene Produkte von der Streuobstwiese macht sie aufmerksam. Den Arbeitskreis Historische Obstsorten Pfalz - Elsaß - Kurpfalz unterstützt sie bei der Suche nach Raritäten.

Haben Sie Fragen zu Streuobstwiesen und alten Obstsorten oder möchten Sie uns unterstützen? Dann melden Sie sich bitte bei uns...

Infos:

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BUND Kusel: Alte Mostbirnensorten der Westpfalz erhalten


Die regionaltypischen Mostbirnen der Westpfalz sind nicht nur ein vergessenes, sondern auch ein gefährdetes Kulturerbe. Schon um 1900 hatte die Anpflanzung von Mostbirnen nachgelassen, nach 1960 kam sie ganz zum Erliegen. Die heute seltenen, sehr alten Sorten des traditionellen bäuerlichen Anbaus werden in Baumschulen bisher nicht gelistet und vermehrt. Sie drohen mit den letzten Altbäumen auszusterben. Im Gegensatz zu Äpfeln oder Tafelbirnen sind sie weitaus weniger erforscht. Erste Untersuchungen haben eine große regionale Sorten- und Typenvielfalt ergeben.

Die Kreisgruppe Kusel des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat daher ein Pilotprojekt zum Erhalt dieser Kulturobstsorten in der Westpfalz gestartet. Finanziell unterstützt wird das auf drei Jahre angelegte Projekt durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, die GlücksSpirale und den Potzbergverein. Über 100-jährige Bäume werden kartiert und in Zusammenarbeit mit kompetenten Pomologen untersucht. Gleichzeitig werden bei der Baumschule Ritthaler (Hütschenhausen) „junge Riesen“ herangezogen, die rund um den Potzberg und an weiteren Standorten gepflanzt werden, damit das genetische Erbgut nicht verloren geht. Damit wird ein entscheidender Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt geleistet.

Flyer des Mostbirnen-Pilotprojektes 2011-2013
Unterstützen Sie das Projekt!

Info: Projekt Junge Riesen Rheinland-Pfalz

Die Förderung des Mostbirnen-Pilotprojektes 2011-2013 ist offiziell ausgelaufen. In kleinerem Rahmen setzen wir uns auch weiterhin für den Erhalt und die Erforschung der Pfälzer Weinbirnen einsetzen. In der 4. Ausgabe der "Westricher Heimatblätter" 2014, erschienen bei der Kreisverwaltung Kusel, wurden die Tagungsbeiträge zu unserem Birnenprojekt herausgegeben. Interesse an dieser Publikation? Kontaktieren Sie die Kreisverwaltung Kusel...

 

BUND-Streuobstwiese Glan-Münchweiler









Aus: BUND-Magazin Rheinland-Pfalz 3/2011



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