Sie befinden sich hier:

Rettungsnetz für die Wildkatze


Foto: Thomas Stephan

Noch vor 150 Jahren waren Wildkatzen in den Wäldern Deutschlands weit verbreitet. Seitdem haben die Bestände kontinuierlich abgenommen. Durch die immer stärker voranschreitende Zersiedlung der Landschaft oder den Bau neuer Verkehrswege leben Wildkatzen heute zurückgezogen in teilweise stark voneinander isolierten Vorkommen. Die Tiere können ihre Waldinseln kaum noch ungefährdet verlassen. Ohne Wanderungen in neue Reviere und einen genetischen Austausch ist das Überleben der letzten echten "Waldkatzen" aber langfristig gefährdet.

Um einen Austausch der Populationen zu fördern und damit das Leben von Wildkatzen und anderen Wildtieren zu ermöglichen plant der BUND einen Wildtierkorridor. Der Korridor soll aus einem Netz von Wild-Wanderwegen bestehen und durch ganz Deutschland verlaufen. Bestehende Wälder und zu schaffende Korridore sollen ein Rettungs-Netzwerk von über 20 000 Kilometern Länge bilden.

Wildkatzenwegeplan

Zum Wildkatzenwegeplan:
http://wika.geops.info/maps.html



EINLADUNG

"Die Wildkatze im Kuseler Land" - Wanderung am 12. August 2017

Treffpunkt 1: Theisbergstegen - Bahnhof um 10:00 Uhr
Treffpunkt 2: Dennweiler-Frohnbach - Biohof Doll um 15:00 Uhr

Mit mehreren Wanderangeboten möchte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Rheinland-Pfalz, auf die Wildkatzenkorridore in Rheinland-Pfalz hinweisen. Die Wildkatze ist eine der beliebtesten Wildtiere Deutschlands, gilt jedoch als gefährdet und ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Darum engagiert sich der BUND für ihren Schutz, unter anderem durch die Schaffung und den Erhalt von Wildtierkorridoren. Nur wenn die Tiere ungestört wandern können, können sie dem Aussterben entkommen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen bereits erste Erfolge.

Die erste geführte Teilwanderung startete am 4. August in den Hördter Rheinauen. Über Bienwald und Pfälzer Wald geht es in den Westrich.

Im Kreis Kusel gibt es eine Tour am Samstag, dem 12. August. Treffpunkte sind am 12.08. 2017, um 10:00 Uhr am Bahnhof in Theisbergstegen und um 15:00 Uhr in Dennweiler-Frohnbach am Biohof Doll. Es wird am Vormittag zunächst auf den Remigiusberg gewandert, dann geht es mit dem Burgenbus zur Burg Lichtenberg. Nach einem Stopp auf der Burg wird am Rande der Preußischen Berge eine 2-3 km lange Strecke nach Dennweiler-Frohnbach zurückgelegt, wo auf dem Biohof Doll eine Vesper angeboten wird.

Auf dem Biohof Doll beginnt dann um 15:00 Uhr die eigentliche 8 km lange Wildkatzen-Rundwanderung durch das wildromantische Bärenbach- und Auersbachtal am Rande des Truppenübungsplatzes Baumholder, eines der Kernzonen der Wildkatze in RLP. Dabei prüfen die Naturfreunde, inwieweit das angrenzende Gebiet als Korridor zur Population im Pfälzer Wald dienen kann. Ziel ist es, über Möglichkeiten der Biotopverbesserung zu informieren und ein Bewusstsein zu schaffen.

Die Teilnahme an der Wanderung ist für Interessierte offen und kostenlos. Weitere Infos und Anmeldung bei der Landesgeschäftsstelle in Mainz, 06131-627060 oder info@bund-rlp.de.

Es besteht auch die Möglichkeit auf dem Biohof Doll im Heu zu übernachten, um am nächsten Tag die Wandertour im Hunsrück fortzusetzen. Hierzu ist eine gesonderte Anmeldung bei Winfried Sander unter der Telefonnummer 06381-47323 erforderlich.



(Foto Wildkatze: Thomas Stephan)



Ihre Spende hilft.



Spenden Sie jetzt hier.

Suche

Metanavigation: